Gartner

Was Verbraucher dieses Jahr für Technik ausgeben

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat eine Prognose dazu abgegeben, was Verbraucher weltweit in diesem Jahr für Technik und flankierende Dienste ausgeben.

2012 sollen das 2,1 Billionen Dollar sein für digitale Informations- und Unterhaltungsprodukte und -Services, wie Gartner mitteilt. Das wären nochmals 114 Milliarden mehr als im vergangenen Jahr. Das Wachstum soll sich in den kommenden Jahren sogar noch beschleunigen, bis 2017 dann ein Volumen von 2,7 Billionen Dollar erreicht wird.

Die aktuell 2,1 Billionen Dollar setzen sich zusammen aus den Ausgaben für Mobiltelefone, Computer, Unterhaltungs, Medien- und andere smarte Geräte, die Services mit denen man all diese Devices an das passende Netz anschließt sowie Software und über die Geräte konsumierte Medien.

"Die drei größten Segmente des Markts für Verbrauchertechnik sind und bleiben mobile Service, Mobiltelefone und Entertainment-Dienste", kommentiert Gartners Principal Research Analyst Amanda Sabia. "Es gibt aber zwei Produktklassen, die absolut gesehen um einiges kleiner sind, aber bis 2016 enorm wachsen - mobile App Stores und elektronische Textinhalte." Gartner gehe davon aus, dass die Consumer ihre Ausgaben in diesen beiden Bereichen bis 2016 jeweils mehr als verdreifachen würden.

Insgesamt 800 Milliarden Dollar werden die Verbraucher weltweit nach Einschätzung der Auguren für mobile Services - also hauptsächlich ihre Mobilfunkrechnungen - ausgeben und bis 2016 sogar nahezu eine Billion. Für Mobiltelefone gehen heuer gut ein Zehntel (222 Milliarden Dollar) der gesamten Technikausgaben drauf, bis 2016 sollen es schon 300 Milliarden sein. 210 Milliarden Dollar zahlen die Consumer heuer für Entertainment Services (Kabel-, Satelliten- und IPTV sowie Online-Spiele); bis 2016 soll dieser Posten auf knapp 290 Milliarden Dollar steigen.

In mobilen App Stores und für mobile Inhalte geben die Verbraucher 2012 immerhin schon 18 Milliarden Dollar aus.; 2016 soll das Volumen hier aber bereits 61 Milliarden Dollar erreichen. Bei E-Texten (E-Books sowie Online-News, -Zeitschriften und -Informationen) sollen die Ausgaben im gleichen Zeitraum von fünf auf 16 Milliarden Dollar steigen.

"Unsere Forschung zeigt, dass Consumer durchaus für Inhalte zu zahlen bereit sind, die es ihnen ‚wert sind‘", so Analystin Sabia weiter. "Wir haben aber auch festgestellt, dass Verbraucher eine werbeunterstütztes Geschäftsmodell im Austausch gegen kostenlose Funktionen und Inhalte tolerieren für Anwendungen wie Cloud-Laufwerke, Soziale Netzwerke, Informationssuche, Email, Instant Messaging, Person-to-person (P2P) Voice (Skype und ähnliches) sowie Streaming/Download von Videos und Musik."