Der Brief

Warum Mark Hurd gehen musste

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Blog "All Things Digital" hat den Brief veröffentlicht, über den Mark Hurd als CEO von Hewlett-Packard stolperte.
Mark Hurd: Außer Spesen ist dann wohl doch nicht viel gewesen...
Mark Hurd: Außer Spesen ist dann wohl doch nicht viel gewesen...

Es handelt sich um ein Schreiben der Promi-Anwältin Gloria Allred an Noch-CEO Hurd (inzwischen ist der Ellison-Intimus bekanntlich Co-President von Oracle) vom 24. Juni 2010. Allred vetrat seinerzeit die frühere Schauspielerin und externe Marketing-Mitarbeiterin Jodie Fisher, die als Begrüßerin und Hostess auf HP-Events gearbeitet hatte.

"Es ist erschreckend, dass Sie HP-Gelder verwendet haben, um sich unter dem Deckmantel von HP-Geschäftstätigkeit weibliche Begleitung und Zuneigung zu erkaufen", schreibt Anwältin Allred darin unter anderem.

Allred Letter Redacted New

Allerdings darf man das Schreiben wohl anderes andere als auf die Goldwaage legen. Oracle-Sprecher Ken Glueck betonte gegenüber über "AllThingsD", Fisher selbst habe den Brief widerrufen und eingeräumt, er sei "voller Ungeauigkeiten" gewesen.

Das Blog präzisiert einen Tag später selbst noch einmal die Tatsache, dass Hurd im Rahmen einer internen HP-Ermittlung vollkommen vom Vorwurf sexueller Belästigung gegenüber Fisher freigesprochen worden sei und letztendlich wegen seiner unsauberen Spesenabrechnung gehen musste.