"War for Talents" an US-Unis

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.

Zwischen zwei US-amerikanischen Elite-Universitäten der so genannten Ivy League ist ein Konflikt offen ausgebrochen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" hat sich die Uni Princeton auf den Seiten von Yale nach Informationen in gesperrten Bereichen umgeschaut. Princeton wollte anscheinend wissen, welche neuen Studenten, die sich bei beiden Unis beworben haben, von Yale angenommen oder abgelehnt worden sind.

In diesem Zusammenhang hätte Princeton die Höhe der Stipendien für einige hoffnungsvolle Kandidaten gezielt an die Höhe der Zuschüsse von Yale anpassen können. Ein Jahr an den Ivy-League-Colleges kostet bis zu 35.000 Dollar. Armen Genies und guten Sportlern kommen die Unis jedoch häufig finanziell entgegen.

Eine Sprecherin von Princeton gab den Einbruch zu und erklärte, der zuständige Dekan sei vom Dienst suspendiert worden. Peinlich ist die Angelegenheit allerdings auch für Yale, denn die Sicherheitsvorkehrungen waren unzureichend. Princeton konnte mit dem Geburtsdatum und der Sozialversicherungsnummer auf die Daten zugreifen. Diese lagen vor, weil sich die Studenten parallel für beide Unis beworben hatten. Ein Webmaster von Yale konnte anhand der Log-files erkennen, dass die Zahl der Zugriffe aus Princeton in der Vergangenheit angestiegen waren. Nun soll sich das FBI mit der Angelegenheit beschäftigen.