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Vodafone verschiebt UMTS-Start

08.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Telekommunikationskonzern Vodafone startet den kommerziellen Betrieb seines Multimedia-Mobilfunknetzes nicht wie ursprünglich geplant im Herbst 2002, sondern erst im Frühjahr des kommenden Jahres. Das kündigte Deutschland-Chef Jürgen von Kuczkowski in einem Gespräch mit der "Welt" an. Schuld an der Verzögerung seien die Endgerätehersteller, erklärt der Manager. So könnten Motorola und Nokia noch keine kommerziell einsetzbaren UMTS-Handys liefern, die den qualitativen Ansprüchen Vodafones gerecht werden: "Wir sind mit einigen Leistungsmerkmalen noch nicht zufrieden."

Ferner rechnet Kuczkowski damit, dass einige Wettbewerber ihre Lizenzen wieder abgeben müssen. So würden künftig nur drei UMTS-Netze existieren: Ein Vodafone- und ein T-Mobile-Netz sowie eines, das sich die übrigen Konkurrenten teilten. Zweistellige UMTS-Umsatzanteile mit hohen Wachstumsraten werden sich nicht vor 2005 einstellen, schätzt Vodafones Deutschland-Chef. In den Jahren 2003 und 2004 werde UMTS lediglich einen Beitrag im einstelligen Prozentbereich am Gesamtumsatz leisten. Für die Geschäftsplanung sei die angekündigte Verschiebung des UMTS-Startes somit "absolut unerheblich". (km)