Lab Manager 3

VMware will Entwicklern das Leben leichter machen

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Ein neues Tool von VMware soll IT-Abteilungen die Verwaltung der Konfigurationen der virtuellen Maschinen erleichtern, die sie zum Testen und Entwickeln von Software verwenden.

Am Donnerstag veröffentlicht die auf Lösungen zur Virtualisierung von IT-Infrastruktur spezialisierte EMC-Tochter VMware die neue Version 3 ihres "Lab Manager". Diese soll der Tatsache Rechnung tragen, dass das Testen von Unternehmensanwendungen zunehmend schwieriger wird, weil in Service-orientierten Architekturen (SOA) und durch Nutzung von "Web-2.0"-Techniken immer mehr Server miteinander interagieren. Bei der Qualitätssicherung ist es daher zunehmend wichtiger, dass man realistische Testumgebungen einfach und wiederholt aufsetzen kann.

Mit dem Lab Manager können Entwickler das gewünschte Set-up einer virtuellen Maschine aus einer Bibliothek von zuvor angelegten Konfigurationen auswählen und auf einem Server-Pool einrichten, wobei die IT-Abteilung die Kontrolle darüber behält, wer was tut. Eine Konfiguration kann dabei durchaus mehrere Virtual Maschines (VMs) enthalten.

Die neue Version 3 bietet neue Möglichkeiten für die Vernetzung der virtuellen Maschinen untereinander, etwa mehrere Subnetze und virtuelle Netzadapter pro VM. Auf der Verwaltungsseite bietet sie Unterstützung für rollenbasierenden Zugriff, das heißt IT-Abteilungen können verschiedene Benutzerrollen definieren und diesen entsprechende Rechte zuteilen. Außerdem integriert sich der Lab Manager 3 nun auch mit OpenLDAP-Verzeichnissen; die Vorversion 2.5 unterstützte lediglich das Active Directory von Microsoft. Im neuen Lab Manager lassen sich ferner Nutzergruppen ("Organizations") anlegen und auf OpenLDAP-Gruppen mappen.

Software zur Virtualisierung wird zunehmend als Commodity gesehen. Die grundlegenden Hypervisor-Produkte für den parallelen Betrieb mehrerer Betriebssysteme auf einem Server sind inzwischen alle mehr oder weniger kostenlos erhältlich, so auch der "ESXi" von VMware selbst. Die spezialisierten Anbieter fokussieren sich derweil auf Verwaltungswerkzeuge, um ihre Umsatzströme zu sichern.

Der VMware Lab Manager 3 integriert sich mit der hauseigenen Management-Plattform "VMware Infrastructure 3" und ermöglicht Nutzern damit auf Zugriff auf die Hochverfügbarkeits-Features in "VMware HA" sowie das Load-Balancing des "Distributed Resource Scheduler" (DRS). Voraussetzung dafür sind allerdings die Infrastructure-Varianten "Standard" oder "Enterprise", die abgespeckte "Foundation" reicht dafür nicht aus.

VMware Lab Manager 3 ist ab Donnerstag erhältlich und kostet knapp 1300 Dollar pro CPU.