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Virtualisierung von Vista bleibt ein teurer Spaß

20.06.2007
Microsoft wollte offenbar eigentlich die Lizenzbedingungen von Windows Vista so ändern, dass man auch günstigere Versionen als Gast-Betriebssystem in virtuellen Maschinen hätte betreiben dürfen. Aus unerfindlichen Gründen hat der Konzern seine Meinung aber wieder geändert.

Aktuell darf man nur Vista Business und Vista Ultimate (€482,99 bei Amazon.de) als Gast-Betriebssysteme virtualisieren. Microsoft begründet dies unter anderem mit den inhärenten Sicherheitsrisiken und will durch die Beschränkung erreichen, dass nur erfahrene Nutzer und solche in Unternehmen sein Betriebssystem virtualisieren.

Speziell Apple mit seinem "Boot Camp" und den Virtualisierungslösungen von unter anderem Parallels und VMware hat Virtualisierung aber bereits zum Consumer-Thema gemacht. Dort würden Nutzer entsprechend auch gern die günstigeren Home-Versionen parallel zum Mac OS X betreiben.

Microsoft hatte Journalisten und Analysten bereits darüber informiert, dass es trotz der Sicherheitsbedenken seine Lizenzpolitik entsprechend ändern wollte. Kurz vor der Ankündigung ruderte der Konzern aber zurück und belässt (vorerst?) alles beim alten.

Was Benjamin Rudoph, Pressesprecher von Parallels, natürlich bedauert. "Wir sind natürlich enttäuscht, dass Microsoft die Vista-Lizenzierung nicht ändern und Nutzern erlauben will, alle Versionen von Vista in einer virtuellen Maschine zu betreiben", sagt Rudolph. "Aber ist es natürlich letzten Endes Sache von Microsoft, zu entscheiden, wie sie ihre eigene Software lizenzieren wollen, und wir respektieren ihre Entscheidung", schrieb der Parallels-Mann dem Branchedienst "Cnet". "Wir werden aber ganz sicher weiter mit Microsoft an dem Problem weiterarbeiten." (tc)