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Viren und Würmer greifen wieder an

07.07.2006
Der Sicherheitsanbieter McAfee rechnet in den kommenden beiden Jahren mit einer Verdopplung seiner Virendefinitionen.

Groß angelegte Virenattacken gehören mittlerweile offenbar der Vergangenheit an, doch die Gesamtzahl bösartiger Programme wird nach Einschätzung von McAfee weiter deutlich steigen. So erwartet der Sicherheitsanbieter, der seine Datenbank kürzlich um die 200.000ste Virendefinition ergänzt hat, bis 2008 eine Verdopplung der identifizierten Bedrohungen.

Eine Kampfpause hätten die Virenschreiber offenbar zwischen 1999 und 2002 eingelegt, als die McAfee-Datenbank durchgehend rund 50.000 Definitionen vorhielt, so Jimmy Kuo, Forscher in McAfees Avert Labs. Seit dem sei die Zahl der unterschiedlichen Viren und Würmer jedoch sprunghaft gestiegen, teilt der Experte im Blog der Avert Labs mit.

Parallel dazu ist die Zahl der Massenausbrüche drastisch zurückgegangen: Erfasste McAfee im Jahr 2004 noch 48 Virenausbrüche von zumindest als "medium" eingestufter Tragweite, gab es 2005 nur zwölf und in diesem Jahr noch keine vergleichbaren Vorfälle.

Nach Ansicht von Kuo lässt sich an diesen Trends die zunehmende Professionalität der Hacker sowie deren immer häufiger profitorientierten Motive ablesen: Statt Ruhm und Aufmerksamkeit wollten die Malware-Schreiber mittlerweile Geld. Bevorzugte Methode bei der Malware-Verteilung seien demnach nicht mehr groß angelegte Attacken, sondern gezielte Aussendungen durch kontrollierte Spam-Versuche. (kf)