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Vignettes Umsatz geht merklich zurück

24.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die texanische Softwarefirma Vignette hat für ihr drittes Geschäftsquartal ein Nettodefizit von 147,9 Millionen Dollar oder 61 Cent je Aktie gemeldet. Das sind rund 110 Millionen Dollar weniger Verlust als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Allerdings ging auch der Umsatz zurück: Die Einnahmen sanken im Jahresvergleich um rund 31 Prozent auf 70,5 Millionen Dollar. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der vor kurzem gesenkten Erwartungen des Unternehmens.

Als Grund für die schlechten Umsatzzahlen nannte Vignette die derzeitige Wirtschaftsflaute in Europa und Einbußen in seiner Professional-Services-Einheit. Um Kosten zu senken, hatte die Softwareschmiede bereits in der vergangenen Woche die Entlassung von 300 Mitarbeitern (20 Prozent der Belegschaft) angekündigt (Computerwoche online berichtete). Die Stellenkürzungen betreffen vor allem Angestellte im Bereich Professional Services.

Für das vierte Geschäftsquartal geht Vignette von einem operativen Verlust von vier bis zehn Millionen Dollar und Einnahmen von 63 bis 73 Millionen Dollar aus. Die konservative Umsatzprognose begründete Firmenchef Greg Peters mit den weiterhin unsicheren Konjunkturbedingungen. Allerdings rechnet das Unternehmen mit einem "starken Oktober".

Die Anleger waren wenig erfreut: Das Vignette-Papier, das im regulären Handel am gestrigen Dienstag um 2,9 Prozent auf 4,30 Dollar zugelegt hatte, sank nachbörslich um 2,3 Prozent auf 4,20 Dollar.