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Via und Transmeta erweitern CPUs auf 64 Bit

06.10.2004

Mit Via Technologies und Transmeta wollen zwei weitere Hersteller x86-kompatibler Prozessoren ihre CPUs mit 64-Bit-Erweiterungen ausstatten. Auf dem "Fall Processor Forum" im kalifornischen San Jose kündigten sie Rechenkerne an, die sowohl zu AMDs "Opteron"- als auch zu Intels "EM64T"-Architektur kompatibel sein sollen. Gegenüber diesen Branchenführern wollen die Alternativanbieter aber preisgünstigere, Strom sparende und kleinere Chips anbieten. Beide erhoffen sich damit nicht so sehr Absatzchancen bei Herstellern sehr kompakter Notebooks, als vielmehr bei Anbietern von Blades. Bei diesen kompakten Servern sind Stromverbrauch und daraus resultierende Hitzeentwicklung ein sehr kritischer Faktor.

Via arbeitet unter dem Codenamen "Isaiah" an einem 32/64-Bit-Prozessor, der unter dem Namen "CN" etwa Anfang 2006 auf den Markt kommen soll. Er soll nach Firmenangaben einen hochgetakten Frontside-Bus, eine schnelle Floating-Point-Unit und einen großen Cache-Speicher erhalten.

Transmeta ist derzeit vor allem mit dem Produktionsstart des "Efficeon 2" beschäftigt, dessen erster Typ "TM8800" mit 1,65 Gigahertz Taktgeschwindigkeit auf den Markt kommt. Bis Ende dieses Jahres soll er auf bis zu 2 Gigahertz gebracht werden. Das Unternehmen hat darüber hinaus die Roadmap für künftige Efficeon-Prozesssoren überarbeitet. Der für das kommende Jahr angekündigte "Efficeon 3" wird 90 Nanometer Strukturbreite aufweisen, allerdings noch ein reiner 32-Bit-Chip sein. Darauf soll 2006 der "Efficeon 4" mit 64-Bit-Befehlsatz-Erweiterungen folgen. Der wird in 65 Nanometer Strukturbreite gefertigt. Die kompaktere Bauweise soll gegen über dem Vorgänger einen doppelt so großes Cache, einen dreimal schnellerer DRAM-Bus sowie vierfach schnellere Hypertransport-Verbindungen aufweisen. (ls)