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Verizon muss 2300 Kündigungen zurücknehmen

14.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein New Yorker Arbeitsrichter erklärte 2300 Kündigungen, die der Telekommunikationskonzern Verizon im Dezember vergangenen Jahres in den USA ausgestellt hatte, für ungültig. Dabei habe das Unternehmen gegen die Vereinbarungen des Tarifvertrags verstoßen, so die Begründung des Gerichts. Danach dürfe Verizon nur dann betriebsbedingt kündigen, wenn äußere Einflüsse das Geschäft beeinträchtigten. Das Management jedoch habe die Kündigungen mit einer internen Restrukturierung gerechtfertigt. Dies sei kein äußerer Einfluss, argumentierte Richter Shyam Das, und verurteilte den Konzern dazu, die Mitarbeiter wieder einzustellen und deren entgangene Gehälter nachzuzahlen. Die dadurch entstehenden Kosten würden unter 25 Millionen Dollar betragen und damit das laufende Geschäft kaum beeinträchtigen, wiegelt ein Firmensprecher ab.

Allerdings stehen vor Arbeitsgerichten in den US-Bundesstaaten Pennsylvania, New Jersey und Massachusetts noch weitere 1100 Klagen gegen Verizon an. Vertreter der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA), die zurzeit über einen neuen Tarifvertrag in den USA verhandeln, feiern den Spruch indes als Sieg. Fast die Hälfte der rund 230 000 Verizon-Mitarbeiter sind gewerkschaftlich organisiert. (ba)