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Veritas-Ausblick verschreckt Anleger

17.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Softwareschmiede Veritas hat in ihrem ersten Geschäftsquartal (Ende: 31. März 2002) zwar wieder schwarze Zahlen vorgelegt, mit ihrer kurzfristigen Prognose jedoch die Börse verschreckt. Der Anbieter von Speicher-Management-Lösungen rechnet im laufenden Geschäftszeitraum lediglich mit einem operativen Gewinn von zwölf bis 15 Cent je Aktie sowie Einnahmen zwischen 340 bis 370 Millionen Dollar. Analysten waren durchschnittlich von einem Plus von 15 Cent pro Anteilschein sowie einem Umsatz von 396 Millionen Dollar ausgegangen. Die Veritas-Aktie sank im gestrigen nachbörslichen Handel um 18,3 Prozent auf 30,10 Dollar.

An der Enttäuschung der Aktionäre konnten die positiven Zahlen für das erste Geschäftsquartal wenig ändern. Veritas meldete für diesen Zeitraum einen Nettogewinn von 44,5 Millionen Dollar oder elf Cent je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte der Spezialist für Daten-Backup- und -Recovery-Software noch ein Minus von 156,1 Millionen Dollar oder 40 Cent pro Anteilschein ausgewiesen. Der Umsatz ging zwar um 4,4 Prozent auf 370,4 Millionen Dollar zurück, übertraf jedoch die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten um 1,2 Millionen Dollar. Während die Softwarelizenzeinnahmen im Vorjahresvergleich um 16 Prozent auf 259,7 Millionen Dollar fielen, konnte der Serviceumsatz um satte 41 Prozent auf 110,7 Millionen Dollar zulegen. (ka)