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USU-Openshop geht auf Schrumpfkurs

03.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die durch die Fusion der E-Business-Spezialisten Openshop und USU entstandene USU-Openshop AG hat Zahlen für das erste Quartal 2002 vorgelegt. Bei einer Konsolidierung der USU-Umsätze zum 11. März dieses Jahres erwirtschaftete das Unternehmen im Berichtszeitraum Einnahmen in Höhe von 1,9 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte die damalige Openshop AG einen Umsatz von 1,6 Millionen Euro verbucht. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sank von 4,4 Millionen auf 2,9 Millionen Euro. Unter dem Strich wies USU-Openshop ein Defizit von 2,5 Millionen Euro oder 22 Cent je Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum hatte die Ulmer Softwareschmiede ein Nettominus von 3,8 Millionen Euro beziehungsweise 40 Cent je Anteilschein geschrieben.

Der Vorstand führte die Ergebnisverbesserung auf den Erfolg vergangener Restrukturierungsmaßnahmen zurück. Zwar verbuchte das Unternehmen im margenträchtigen Lizenzgeschäft eine deutlich gesunkene Nachfrage. Diese konnte jedoch laut USU-Openshop durch Beratungs- und andere Dienstleistungen teilweise kompensiert werden. Für das laufende zweite Quartal erwartet das Management aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur eine verhaltene Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Hinzu kommen weitere Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von drei Millionen Euro aufgrund von fusionsbedingten Personal- und Portfolioanpassungen. So sollen unter anderem die Niederlassungen in Hannover und München geschlossen und 50 Mitarbeiter entlassen werden. Falls die Konjunktur wieder anzieht, rechnet das Unternehmen ab dem vierten Quartal jedoch mit einer deutlichen Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Mit Barmitteln in Höhe von mehr als 68 Millionen Euro Ende

März schließt USU-Openshop weitere Zukäufe nicht aus. (mb)