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USi entrinnt dem Bankrott und fusioniert

23.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - USinternetworking (USi), der größte Application-Service-Provider (ASP) in den USA nach Umsatzzahlen, ist es gelungen, mit Hilfe einer Finanzspritze der Insolvenz zu entrinnen. Das in Maryland ansässige Unternehmen erhielt weitere 81 Millionen Dollar von dem Investor Bain Capital Partners und plant nun, mit Interpath Communications zu fusionieren. Bei der Firma aus North Carolina handelt es sich ebenfalls um einen ASP, an dem Bain mit 65 Prozent beteiligt ist.

Mit dem Merger entsteht einer der größten ASP auf dem Markt: Die beiden Unternehmen zählen zusammen über 130 Kunden und erwirtschafteten im vergangenen Jahr kombinierte Umsätze von fast 150 Millionen Dollar. Nach Angaben von Andrew Stern, USi-Chef und künftiger Chairman/CEO des Mergers, wird das Gemeinschaftsunternehmen zunächst 700 Mitarbeiter beschäftigen - 520 von USi und 180 von Interpath. Bis sich entscheidet, ob ein neuer Name gewählt wird, arbeiten die Fusionspartner unter ihren bisherigen Markennamen weiter. Der Investor Bain wird mit 70 Prozent an dem Merger beteiligt sein.

USi hatte Anfang Januar einen Antrag auf Gläubigerschutz nach dem US-Konkursgesetz (Chapter 11) gestellt, den ASP-Betrieb aber aufrecht erhalten (Computerwoche online berichtete). Seit diesem Zeitpunkt ist es dem ASP gelungen, seine Verschuldung durch Restrukturierungsmaßnahmen von 210 Millionen auf 70 Millionen Dollar zu senken. Interpath ist nach eigenen Angaben schuldenfrei. (mb)