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USA waren nicht blind

14.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Regierung hat am Donnerstag einen Bericht bestritten, dem zufolge die amerikanischen Spionagesatelliten aufgrund des Jahr-2000-Computerproblems fast drei Tage lang lahmgelegt waren. Die USA seien zu keinem Zeitpunkt "blind" gewesen, betonte Kenneth Bacon, Sprecher des Verteidigungsministeriums. Er bekräftigte frühere Angaben der Behörden, nach denen der Ausfall der Satelliten auf wenige Stunden begrenzt und der Informationsfluss durch andere Aufklärungssysteme sichergestellt war.

Bacon reagierte damit auf Angaben der "Chicago Tribune", die den Behörden eine öffentliche Verharmlosung des Problems vorgeworfen hat. Über das Neujahrswochenende sei fast das gesamte System der Präzisionssatelliten für Foto- und Radarüberwachung ausgefallen oder beeinträchtigt gewesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Es sei zwar kein Notfall aufgetreten, dennoch sei die Lage problematisch gewesen, da die Geheimdienste an jenem Wochenende Terroranschläge befürchteten und sich deshalb in höchster Alarmbereitschaft befunden hätten (CW Infonet berichtete).