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US-Sender klagen gegen Gebühren für Online-Radios

29.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die CBS-Tochter Infinity Broadcasting hat vor dem US-Bezirksgericht in Philadelphia eine Klage gegen die Entscheidung des amerikanischen Copyright Office eingereicht, dass Internet-Radios künftig Lizenzgebühren an die Musikindustrie zahlen müssen. Die Klage wird von verschiedenen Radiostationen sowie der National Association of Broadcasters (NAB) unterstützt. Die US-Instanz für Urheberrechtsfragen, Copyright Office, hatte Anfang Dezember vergangenen Jahres festgelegt, dass die Betreiber der Radiostationen zu den Zahlungen verpflichtet sind. Bisher mussten Sender, die ihr Programm auch als Webcast über das Internet ausstrahlten, keine zusätzlichen Zahlungen an die Urheberrechtsinhaber leisten, sondern lediglich eine Pauschalgebühr die sie zum Abspielen von Musik ohne gesonderte Lizenzierung bei den jeweiligen Copyright-Inhabern berechtigte. Unter anderem befürchten die Kläger, die Entscheidung "könne die Fähigkeit der Radio-Industrie schwer beeinträchtigen, mit der modernen Technik Schritt zu halten." Falls die Bestimmungen in Kraft treten, würde dies die zusätzlichen Angebote von Radio-Programmen über das Internet schwer beeinträchtigen.