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US-Luftraumkontrolle wechselt auf Blade-PCs

18.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das "North American Aerospace Defense Command" (Norad) stellt in einer seiner wichtigsten Beobachtungsstationen von Desktops auf Blade-PCs von Clearcube Technology um. Die Luftraumüberwacher in der Cheyenne Mountain Air Force Station (CMAFS), einem tief in einen Berg Wyomings gebohrten Bunker, bekommen neue Arbeitsplätze. Bisher saßen sie vor drei oder vier Desktops, die mit fünf Netzwerken verbunden waren. Künftig finden sie nur noch einen Monitor, Tastatur und Maus vor.

Die verschlankte Arbeitsplatzumgebung ist über einen Kommunikations-Port mit Blade-PCs verbunden. Diese verfügen über die komplette Ausstattung normaler Desktops einschließlich Festplatten, allerdings im Blade-Format. Und sie befinden sich in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum.

Das hat drei Vorteile: Die Kosten zur Pflege und Überwachung der zentralisierten Blade-PCs sind geringer als bei verteilten Desktops. Die Sicherheit steigt; so müssen die Anwender nicht mehr wie bisher nach Feierabend die herausnehmbaren Festplatten aus den Desktops entfernen und in Safes deponieren. Außerdem benötigen die Arbeitsplätze weniger Platz. Letzteres ist bei den beengten Verhältnissen unter dem Cheyenne Mountain ein Argument. Denn die Aufgaben der CMAFS wachsen. Die Station überwacht in Echtzeit sämtliche Flugbewegungen über den USA und Kanada. Wenn sie Raketen oder Flugzeuge auf ungewöhnlichem beziehungsweise nicht gemeldeten Kurs entdeckt, alarmiert die Beobachtungsstelle Verteidigungseinheiten. (ls)