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US-Kongress mahnt Verifizierung von Whois-Daten an

13.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der diese Woche stattfindenden Sitzung der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ist eine heftige Debatte über die Verifizierung von Whois-Daten entbrannt. Auslöser war der kalifornische Kongressabgeordnete Howard Berman, der gesetzliche Regelungen androhte, wenn Registrare die Daten von Domaininhabern nicht besser überprüfen. Laut Berman könne die Verifizierung der Daten dazu beitragen, Kriminelle und Terroristen aufzuspüren, die das Internet für ihre Machenschaften nutzen. Die Registrare und die ICANN hätten sich darum bislang nicht ausreichend bemüht.

ICANN-Vertreter erwiderten darauf, dass die Organisation für technische Standards zuständig sei. Es sei unmöglich, für ein weltweites gesetzeskonformes Verhalten von Domain-Interessenten zu sorgen. Außerdem sei US-Recht ohnehin nicht in Drittstaaten durchzusetzen. Man setze auf das bestehende System, in dem es die Möglichkeit gebe, Domains mit falschen Angaben zum Inhaber zu löschen.

Eigentlich ist das Hauptthema der Sitzung die Sicherung des "Root Name Server Systems". Die ICANN befürchtet nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September, dass sowohl physische als auch virtuelle Angriffe auf wichtige Server und andere Infrastrukturkomponenten des Internet verübt werden könnten (Computerwoche online berichtete). (lex)