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US-Justiz nimmt Kabelfirma Charter ins Visier

19.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanische Kabelfirma Charter Communications, mehrheitlich im Besitz von Microsoft-Mitgründer Paul "Cable Guy" Allen, hat nach eigenen Angaben von einer Grand Jury im US-Bundesstaat Missouri eine Vorladung erhalten. Die Staatsanwaltschaft will die Buchhaltungspraxis des Unternehmens untersuchen. Charter, das mit gut 17 Milliarden Dollar verschuldet ist, soll seine Abonenntenzahlen und seinen Aktienkurs künstlich aufgebläht haben.

Charter bezeichnte die Vorwürfe als "haltlos" und kündigte volle Kooperation an. Das Unternehmen ist viergrößter Kabelanbieter der Vereinigten Staaten und bedient knapp sieben Millionen Kunden in 40 Bundesstaaten. (tc)