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US-Institut weiht Linux-Supercomputer ein

28.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), das US-Pendant zum Deutschen Wetterdienst (DWD), hat am vergangenen Mittwoch in ihrem Forecast Systems Laboratory (FSL) in Boulder, Colorado, einen Linux-Supercomputer für die Wettervorhersage in Betrieb genommen. Der mit Bundesmitteln geförderte "Jet" wurde von High Performance Technologies Inc. (HPTI) entwickelt und besteht aus einem Cluster aus Alpha-Workstations. Zur Zeit sind insgesamt 276 CPUs über eine spezielle Verbindungstechnik namens "Myrinet" gekoppelt. Bis zum Jahr 2002 soll das System auf 1500 Prozessoren ausgebaut werden und dann eine Rechenleistung von mehr als fünf Trillionen Operationen pro Sekunden (Teraflops) erreichen.

HPTI-Chef Don Fitzpatrick ist stolz auf sein "Baby": "Das Risiko hat sich gelohnt. Unser System landet leistungsmäßig aus dem Stand auf Platz 34 weltweit. Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass das FSL-Budget auch nicht ansatzweise an die Top 100 heranreicht."