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US-Gericht genehmigt L&H-Finanzierung

21.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Konkursgericht im US-Bundesstaat Delaware hat die auf 13 Monate angelegte Konkursfinanzierung (DIP-Kredit = Debitor in Possession) der belgischen Sprachsoftwarefirma Lernout & Hauspie (L&H) genehmigt. Die Company war durch betrügerische Bilanzmanipulationen in finanzielle Schieflage geraten und hatte anschließend sowohl im Heimatland als auch in den USA Gläubigerschutz beantragt. Wie aus dem Spruch des Gerichts hervorgeht, ist es L&H rechtzeitig gelungen, sich und seinen Tochterfirmen Dictaphone und Dragon Systems eine Kreditlinie von 60 Millionen US-Dollar zu sichern. Zehn Millionen davon verschlingt allerdings sofort eine Rückzahlung an GE Capital, das bereits im vergangenen Jahr einen Blitzkredit bereitgestellt hatte. Der aktuelle Chief Executive Officer (CEO) und President von L&H, Philippe Bodson, wertete den Spruch als "wichtigen Meilenstein" für die

Restrukturierungsbemühungen seines Unternehmens.