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US-Firmen machen mehr aus ihren IT-Investitionen

06.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Untersuchungen des Anbieters von Analyse-Tools Alinean liegt bei europäische Unternehmen das Verhältnis zwischen IT-Budget und Umsatz im Schnitt fast doppelt so hoch wie bei US-Firmen. Wie die Recherche bei rund 9000 börsennotierten Unternehmen in den USA und Europa ergab, geben Firmen vom alten Kontinent 7,3 Prozent der Einnahmen für IT aus, jenseits des großen Teichs beträgt der Anteil nur 3,7 Prozent. Die Sparsamsten von ihnen investieren dabei nur 0,8 Prozent ihrer Einnahmen in Informationstechnologie. In Europa liegt die Quote bei den erfolgreichsten Unternehmen bei 2,1 Prozent.

Als Begründung für den gewaltigen Vorsprung der US-Firmen sieht Alinean den Umstand, dass diese ihre IT-Kosten durch sorgfältige Planung und Outsourcing niedrig halten. Gleichzeitig behalten sie jedoch geschäftskritische Anwendungen im Haus und investieren in neue Technologien zum besseren Management der Lieferkette sowie zur Förderung der Interaktion mit den Kunden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war auch die Marktforschungsfirma Forrester im vergangenen Jahr gekommen (Computerwoche online berichtete). Sie fand bei einem Vergleich der wirtschaftlichen Kennzahlen mit dem IT-Budget heraus, dass sich Firmen mit hohen IT-Investitionen nicht unbedingt einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihrer Konkurrenz erkaufen. Die besten Ergebnisse erzielten statt dessen Unternehmen, die im Durchschnitt 3,3 Prozent ihres Umsatzes in ihre IT investierten. Weniger erfolgreichen Firmen wiesen ein Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis von rund 2,6 Prozent auf. (mb)