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US-Firefox sucht künftig mit Yahoo

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Mozilla finanziert sich in den kommenden fünf Jahren nun auch über andere Suchanbieter als Google.

Yahoo wird die neue voreingestellte Suchmaschine von Firefox in den USA und ersetzt damit Google. Das bedeutet, dass Nutzer im US-amerikanischen Firefox künftig mit Bing von Microsoft suchen; Yahoo hat ja seit Jahren keine eigene Engine mehr. Die Bing-Suche in den USA ist allerdings deutlich leistungsfähiger als beispielsweise die von bing.de, weil Microsoft im Heimatland erheblich interessantere Partner für Inhalte und Dienste hat. Als alternative Suchoptionen werden beim US-Firefox auch künftig das originale Bing sowie Google, DuckDuckGo, Ebay, Amazon, Twitter und Wikipedia mitgeliefert.

Im US-Firefox ist künftig Yahoo als Suche voreingestellt.
Im US-Firefox ist künftig Yahoo als Suche voreingestellt.
Foto: Mozilla

Mit dem lokalen Marktführer Yandex bekommt auch Firefox in Russland einen neuen Standard-Suchanbieter. In China war zuvor schon der dortige Local Hero Baidu voreingestellt.

Chris Beard, CEO der Mozilla Corp.
Chris Beard, CEO der Mozilla Corp.
Foto: Greylock Partners

Mozilla habe sich dafür entschieden, den Vertrag mit Google über die globale Vorgabe der Suche nicht zu verlängern, schreibt Firmenchef Chris Beard in der Ankündigung. Google bleibe aber eine der mitgelieferten Optionen (insgesamt liefert Mozilla für 88 verschiedene Sprachversionen von Firefox nun 61 unterschiedliche Suchanbieter mit) und liefert weiter die Informationen für Safe Browsing und Geolocation zu.