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US-Carrier kämpfen mit GPRS-Problemen

07.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wie ihre europäischen Kollegen bleiben auch die amerikanischen Mobilfunkunternehmen nicht von Problemen beim Aufbau ihrer GPRS-Netze verschont. AT&T, das bis Jahresende eine nationale Infrastruktur in Betrieb nehmen will, hat eigenen Aussagen zufolge bereits etwa 60 Prozent der dazu notwendigen Arbeiten hinter sich. Doch vor allem das Zusammenspiel von verschiedenen Typen von GPRS-Software läuft noch immer nicht reibungslos. Der Carrier Cingular Wireless bietet derzeit GPRS-Dienste in etwa zwei Dutzend Städten an, bis 2003 soll der Großteil der USA abgedeckt werden. Die Geschwindigkeit des Netzes entspricht jedoch noch nicht der bei GPRS theoretisch möglichen, maximalen Transferrate von 171 Kbit/s.

Ähnliche Probleme bereitete die Einführung des neuen Standards auch in Europa. Anbieter wie Nokia oder Ericsson verschoben immer wieder die Termine für die Auslieferung der Endgeräte. Inzwischen sind jedoch GPRS-taugliche Handys in ausreichenden Stückzahlen verfügbar, um die Nachfrage der Kunden zu decken. Auch die verfügbare Bandbreite plagt nicht nur die amerikanischen Provider. Zudem läuft in Bezug auf das Roaming noch nicht alles optimal. So kommt es immer noch vor, dass GPRS-Verbindungen unterbrochen werden, wenn der Kunde während eines Telefonats von einer Funkzelle in eine andere wechselt. (ave)