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US-Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen Brocade

13.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen des Verdachts auf Falschbilanzierung hat die US-Börsen- und Wertpapieraufsicht SEC nun eine formelle Überprüfung beim SAN-Switch-Hersteller Brocade Communications aufgenommen. Wie das Unternehmen aus San Jose, Kalifornien, bekannt gab, hat es eine entsprechende Mitteilung von der SEC erhalten.

Brocade hatte bereits im Januar Fehler bei der Verbuchung von Aktienoptionsprogrammen und damit verbundenen Steuergutschriften eingeräumt (Computerwoche.de berichtete). Nachdem sich herausgestellt hatte, dass bestimmte Richtlinien bei der Ausgabe von Optionsscheinen an Mitarbeiter nicht beachtet worden seien, nahm die Company Korrekturen in den Büchern der vergangenen zwei Geschäftsjahre vor und weitete die interne Prüfung auf weitere Geschäftsjahre aus. Mitte Mai stellte die Company dann einen weiteren Revisionsbedarf fest (Computerwoche.de berichtete). Insgesamt erwartet der Speicherspezialist, dass die Kosten in den Fiskaljahren 2000/01 und 2001/02 um bis zu 49 Millionen Dollar ansteigen. Der Profit soll gleichzeitig um jeweils knapp 40 Prozent sinken. In die Bilanzen der Geschäftsjahre 2002/03 und 2003/04 werden zusätzliche Kosten von 3,2 Millionen Dollar aufgenommen, die sich aber nur geringfügig auf das Ergebnis niederschlagen sollen.

Wegen der Korrekturen konnte Brocade den am vergangenen Donnerstag fälligen Geschäftsbericht für das zweite Fiskalquartal 2004/05 ((Ende: 29. April) nicht rechtzeitig bei der US-Börsenaufsicht vorlegen. (mb)