Vision Solutions Report 2015

Unternehmen vernachlässigen Cloud-Sicherheit

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Fallen IT-Systeme, Server oder ganze Rechenzentren aus, kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Wie teuer, wissen aber viele gar nicht - der Trend zum Cloud Computing verstärkt diese Entwicklung noch.

"Die Forschungsergebnisse des State of Resilience Report decken auf, dass Unternehmen nicht ausreichend darauf vorbereitet sind, Resilienz für ihre IT-Systeme zu bieten", fasst Alan Arnold, Chief Technology Officer bei Vision Solutions die Ergebnisse des aktuellen Vision Solutions Reports zusammen (Report erst nach Abgabe der persönlichen Daten herunterladbar). Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Zahl hybrider Rechenzentren und die Nutzung von Cloud-Services zunähmen. Die Bedeutung der Bereitstellung von Datenverfügbarkeit, -schutz und -synchronisierung über verschiedene Plattformen hinweg könne gar nicht genug betont werden, so Arnold. Für die Studie wurden zwischen August und Oktober 2014 weltweit mehr als 3000 Teilnehmer befragt.

Cloud Computing liegt weiterhin im Trend. Allerdings sind die Cloud-Daten oft nur unzureichend gesichert, wie der aktuelle Vision Solutions Report zeigt.
Cloud Computing liegt weiterhin im Trend. Allerdings sind die Cloud-Daten oft nur unzureichend gesichert, wie der aktuelle Vision Solutions Report zeigt.
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Problemfall Disaster Recovery

Erstaunlich ist beispielsweise, dass knapp 75 Prozent der Befragten angeben, die stündlichen Kosten für Server-Ausfallzeiten nicht berechnet zu haben. Erstaunlich gerade vor dem Hintergrund, dass der Preis für eine Stunde Ausfall - je nach Branche - schnell bei mehreren Millionen Dollar liegen kann. Nicht minder verwunderlich ist, dass knapp 50 Prozent der Befragten in deren Unternehmen ein Speicherausfall zu beklagen war, angibt, dass die Ursache hierfür in unzureichenden Disaster Recovery-Methoden zu suchen sei. Hierdurch erklärt sich auch, warum zwei Drittel der Studien-Teilnehmer zugeben, dass eine anstehende Datenmigration aus Angst vor einem Server-Ausfall oder mangelnder Ressourcen hinausgezögert worden sei.

Schutzlose Cloud-Umgebungen

Weiterhin im Trend liegt das Thema Cloud Computing: 62 Prozent der Befragten nutzen derzeit in ihren Unternehmen eine Cloud-Umgebung. Geht es um die Art der Cloud, hat bei den Befragten IT-Entscheidern die gehostete Private-Cloud eindeutig die Nase vorn: sie steht bei 57 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Eine öffentliche Cloud-Umgebung wird vor allem von den kleineren Unternehmen genutzt. Wachstumspotenzial besteht laut der Vision Solutions Studie 2015 vor allem bei der Hybrid-Cloud, die bei nur rund 32 Prozent der Befragten zum Einsatz kommt. Obgleich die Cloud einen immer größeren Anklang im Markt findet, hat nur ein knappes Drittel der Umfrageteilnehmer Hochverfügbarkeits- oder Disaster-Recovery-Schutzmaßnahmen für ihre dort gespeicherten Daten etabliert. Henry Martinez, Vice President of Sales Engineering bei Vision Solutions, kommt daher zu dem Schluss: "Um mit den zahlreichen Veränderungen durch das steigende Datenwachstum zurechtzukommen, müssen Unternehmen in besseren Datenschutz investieren."