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Unternehmen knüpfen konvergente Netze

06.12.2006
Der Trend zu einheitlichen Sprach- und Datennetzen ist nicht mehr aufzuhalten: 88 Prozent der deutschen Unternehmen wollen die IP-Konvergenz in den kommenden drei Jahren realisieren.

Bereits 48 Prozent und damit nahezu doppelt so viele Unternehmen wie 2005 haben ihre Netze in fast allen oder den meisten Geschäftsbereichen bereits auf IP migriert. Selbst in Deutschland, wo den Unternehmen gerne eine eher abwartende Haltung zugesprochen wird, haben bereits 40 Prozent das Thema in Angriff genommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Economist Intelligence Unit (EIU), die im Auftrag von AT&T durchgeführt wurde. Im Zuge der Erhebung wurden 395 Führungskräfte (CEO, CFO, CIO sowie Aufsichtsräte) in Nordamerika, Asien und Europa befragt.

Die Mehrheit der Führungskräfte (84 Prozent) spricht der Netzkonvergenz mittlerweile eine zentrale Bedeutung bei der Erreichung ihrer strategischen IT- und Geschäftsziele zu. Vor einem Jahr waren dies nur 45 Prozent. Die Hauptvorteile konvergenter Netze sehen die Führungskräfte noch immer in Kosteneinsparungen sowie einem gestrafften Netz-Management. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahr der Anteil derer gestiegen, die sich durch eine einheitliche IP-Infrastruktur eine bessere Zusammenarbeit mit Kunden, Zulieferern und Partnern sowie eine Verbesserung des Kundenservice erhoffen. Fast zwei Drittel der Befragten wollen die IP-Netze zudem zum Einrichten und Verwalten neuer Anwendungen nutzen.

Auf dem Weg in die IP-Welt sind die verantwortlichen Manager durchaus bereit kräftig zu investieren. 72 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Ausgaben für die Netzkonvergenz in den nächsten zwei Jahren um mindestens zehn Prozent erhöhen. Die insgesamt sehr positive Grundhaltung in Sachen Konvergenz wird aber durch einen Punkt getrübt: 58 Prozent haben bezüglich der Sicherheit Bedenken und sehen dies als kritische Herausforderung. Im ISDN-verwöhnten Deutschland ist zudem eine Besonderheit zu beobachten: Hier steht fast die Hälfte der Befragten der VoIP-Qualität skeptisch gegenüber. Ein Thema, das beispielsweise in den USA aufgrund des maroden klassischen Telefonetzes keine Rolle spielt. Detaillierte Ergebnisse der Studie können auf der AT&T-Homepage heruntergeladen werden. (hi)