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United Internets seltsame Zahlenspiele

14.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Montabaurer Beteiligungsgesellschaft United Internet AG (vormals 1&1 AG) kündigt heute in einer Adhoc-Meldung an, sie nähere sich der Gewinnzone. Das Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2000 liege bei einer Million Euro. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres hatte United Internet noch ein negatives EBITDA von knapp zehn Millionen Euro ausgewiesen. Woher der plötzliche Aufschwung kommt, bleibt dabei unklar.

Ohnehin ist die Gewinnzone wohl eher in weiter Ferne, denn unterm Strich bleibt ein Verlust von 49,1 Millionen Euro oder 95 Cent pro Aktie. Der Fehlbetrag resultiert vornehmlich aus Firmenwertabschreibungen, die allein 35 Millionen Euro ausmachen (davon rund zehn Millionen vom Münchner Messaging-Dienstleister GMX). Auch der Umsatz enttäuschte: Er lag zwar mit 194,3 Millionen Euro um 60 Prozent höher als 1999, die Analysten hatten jedoch mindestens Einnahmen von 200 Millionen Euro erwartet.