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Prognose erhöht

United Internet wird nach Umsatz- und Gewinnplus zuversichtlicher

13.08.2009
Der Internetdienstleister United Internet (1&1, GMX, Web.de) gibt sich nach einem Umsatz- und Gewinnplus im ersten Halbjahr zuversichtlicher als zuvor.
Ralph Dommermuth, United Internet
Ralph Dommermuth, United Internet
Foto: United Internet

Vorstandschef Ralph Dommermuth rechnet nun mit einem Umsatzplus von fünf Prozent, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und der Gewinn vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sollen ebenfalls um fünf Prozent zulegen. Zuvor hatte United Internet nur von einem leichten Umsatzwachstum gesprochen und eine stabile Gewinnentwicklung für 2009 in Aussicht gestellt.

Außerdem rechnet United Internet mit einem etwas stärkeren Kundenwachstum als zuvor. Die Kundenverträge sollen nun bis Ende 2009 auf etwa 9,2 Millionen steigen, darunter etwa 3,42 Millionen DSL-Verträge. Darin enthalten sind bereits die rund 700.000 DSL-Kunden, die United Internet von Freenet übernimmt. Ohne Freenet erwartet United Internet allerdings, rund 100.000 DSL-Kunden zu verlieren. Die Ausgaben für die Neukundenakquise seien gesenkt worden, erklärte ein Sprecher die Entwicklung. Außerdem setze der Internetdienstleister noch mehr auf margenträchtige Komplettpakete.

Produktgeschäft gleicht Werbeflaute aus

Das Produktgeschäft hatte dem Internetdienstleister im ersten Halbjahr einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg gebracht. United Internet schreibt das vor allem der Vermarktung seiner DSL-Anschlüsse und Hosting-Angebote über das Internet zu. Im Werbegeschäft litt das Unternehmen nach wie vor unter der Wirtschaftskrise, die Gewinne brachen in dem Segment um rund die Hälfte ein.

Insgesamt konnte United Internet seinen Umsatz aber im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 844,5 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte jeweils um 1,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie sank wegen Abschreibungen auf Beteiligungen wie Versatel und Freenet um drei Cent auf 0,36 Euro je Aktie. (dpa/tc)