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Und noch eine neue Projektbörse für Freiberufler

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Freelancer.de sieht sich mit über acht Millionen Nutzern als weltweit größte Online-Projektvermittlungsbörse und hat nun den deutschen Markt im Visier.

Bill Little, Europa-Direktor von freelancer.com, ist zuversichtlich: Das Modell des australischen Projektvermittlers wird nicht nur im anglo-amerikanischen Raum, sondern auch im übrigen Europa funktionieren. In Deutschland ist das Unternehmen seit gut einem Jahr aktiv und verzeichnet eigenen Angaben zufolge ein Umsatzwachstum von rund 70 Prozent. Die Australier haben sich darauf spezialisiert, Startups und kleine Firmen mit Einzelkämpfern zusammenzubringen. Mittlerweile haben sich weltweit mehrere Millionen Selbständige auf der Plattform angemeldet.

Freelancer.de ist seit gut einem Jahr in Deuscthalnd aktiv, weltweit haben sich schon mehrere Millionen von Freiberufler auf der Plattfrom registriert.
Freelancer.de ist seit gut einem Jahr in Deuscthalnd aktiv, weltweit haben sich schon mehrere Millionen von Freiberufler auf der Plattfrom registriert.
Foto: Freelancer.de

Damit Firmen und Freiberufler in den einzelnen Ländern besser gefunden werden, hat freelance.com die Sprachfunktionen vereinfacht. Gibt ein deutsches Unternehmen seine deutsche Ausschreibung auf der englischen Seite freelancer.com ein, so erkennt die Seite automatisch, dass es sich um ein deutschsprachiges Projekt handelt. Das wird dann entsprechend zugeordnet und auf der freelancer.de-Seite gepostet. Freiberufler, die für das Projekt in Frage kommen, werden anschließend per Mail informiert. Deutsche Projekte gingen damit nicht mehr in der Flut der englischsprachigen Projekte unter, versichert Bill Little. Zwar erledige die große Mehrheit der deutschen Freiberufler nach wie vor Aufgaben in ihrem Land. 30 Prozent der hiesigen Freiberufler, die auf freelancer.de registriert sind, hätten auch amerikanische Auftraggeber, zehn Prozent englische und fünf Prozent australische.

Zehn Prozent des Honorars bekommt der Vermittler

Ziel ist es, Auftraggeber und Freelancer schnell und unbürokratisch zusammenzubringen. Die Bezahlung ist laut Little so geregelt: Freiberufler müssten zehn Prozent ihres Honorars an freelancer.com abgeben, Auftraggeber drei Prozent vom Auftragsvolumen an die Vermittlungsplattform abführen. „Wir arbeiten mit vielen Preismodellen und -nachlässen", sagt Little.

Auf die Frage, warum sich Freiberufler - angesichts des großen Angebotes auch im deutschen Markt - gerade für sein Unternehmen entscheiden sollten, nennt Little vier Gründe: Die Gründer seien selbst IT-Profis und verstünden es, ihre Plattform ständig auf dem neuesten Stand zu entwickeln, um so technologisch vorneweg zu sein. Dank der globalen Ausrichtung hätten Firmen Zugriff auf ein weltweit verteiltes Know-how. „Eine Qualitätskontrolle - das Profil eines jeden Freiberuflers wird genau geprüft - gibt den Auftraggebern Sicherheit", so Little weiter. „Freelancer.de verfolgt die Geldströme und sichert die Abrechnungen zu, so dass die Selbständigen nicht lange auf ihr Geld warten müssen."