Web

 

UMTS-Lizenzen in Italien und Österreich

25.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Regierungen von Italien und Österreich haben die Bedingungen für die Vergabe der UMTS-Lizenzen in ihren Ländern bekannt gegeben. In Italien werden die insgesamt fünf Lizenzen der dritten Mobilfunkgeneration im kommenden November vergeben. Wie der italienische Telekommunikationsminister Salvatore Cardinale ankündigte, werde an den geplanten Gebühren in Höhe von 2,6 Milliarden Euro pro Konzession festgehalten. Die dadurch erzielten Einnahmen wolle die Regierung zum Abbau der Staatsverschuldung verwenden. Um die Kritik von TK-Carriern an den zu hohen Preisen zu entkräften, soll ein Teil der Summe dem Ausbau des Telekommunikationssystems zugute kommen.

Im Gegensatz zu Italien favorisiert Österreich eine Auktion der UMTS-Lizenzen. Gemäß dem vorläufigen Zeitplan sollen die Ausschreibungsbedingungen in der Alpenrepublik am 3. Juli dieses Jahres fertig ausgearbeitet sein. Nach Ablauf einer zweimonatigen Bewerbungsfrist werden die Anträge überprüft. Die eigentliche Versteigerung soll dann voraussichtlich im November beginnen. Geplant sei, die Auktion in Form eines mehrere Runden umfassenden, offenen und simultanen Verfahrens abzuhalten. Über Anzahl und Ausstattung der Lizenzen sowie den genauen Ablauf des Versteigerungsverfahrens wird die österreichische Regierung in den nächsten Wochen entscheiden.