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UMTS: Briten geben sich emotionslos

21.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um die UMTS-Akzeptanz in Großbritannien scheint es derzeit noch mäßig bestellt: Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage unter 2000 Verbrauchern rechnen mehr als 40 Prozent der Inselbewohner nicht damit, jemals 3G-Dienste in Anspruch zu nehmen. Den Studienergebnissen zufolge werden so genannte Early Adopters, die zwölf Prozent des britischen Markts ausmachen, die neue Technik in jedem Fall nutzen. 46 Prozent der Befragten würden bei umfassender Betreuung ebenfalls anbeißen. Eine ganze Reihe von Skeptikern allerdings - immerhin 42 Prozent der Umfrageteilnehmer - haben vor, sich von den neuen Services fern zu halten.

Die gute Nachricht: 3G-Dienste speziell in den Bereichen Unterhaltung, Finanzen und Reisen bergen laut Studienresümee ein beträchtliches Marktpotenzial für Großbritanniens TK-Unternehmen, die für die UMTS-Einführung insgesamt gut 40 Milliarden Pfund hinlegen mussten. Ferner ergab die Umfrage, dass jüngere Anwender und Early Adopters schon jetzt entsprechende Services in Anspruch nehmen würden, während ältere Semester die schrittweise Einführung komplexerer Dienste vorziehen.

Nach Ansicht von Gartner-Analyst Nigel Deighton sind die aktuellen Studienergebnisse mit Vorsicht zu genießen. "Umfragen zu künftigen Technologien sind nicht ganz unproblematisch", so der Marktexperte. Oft änderten Leute ihre Meinung, wenn sie Routine im Umgang mit einer neuen Technik erlangt hätten. (kf)