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Umstrukturierung drängt Natsemi ins Minus

06.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aufgrund hoher Restrukturierungskosten verzeichnete der kalifornische Halbleiterkonzern National Semiconductor (Natsemi) im vierten Geschäftsquartal (Ende: 25. Mai) einen Nettoverlust von 4,4 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Profit von 17,1 Millionen Dollar oder neun Cent pro Anteil erzielt. Natsemi hatte damals jedoch von einer hohen Steuergutschrift profitiert. Das aktuelle Ergebnis wurde dagegen durch Sonderbelastungen in Höhe von 26,6 Millionen Dollar gedrückt. Diese einmaligen Sondereffekte ausgeklammert, steigerte der Chiphersteller seinen (Pro-forma-)Profit von 5,6 Millionen auf 22,2 Millionen Dollar oder zwölf (drei) Cent pro Aktie. Die von First Call befragten Analysten hatten im Schnitt nur ein Pro-forma-Plus von neun Cent je Anteilschein erwartet.

Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 1,4 Prozent von 419,5 Millionen auf 425,3 Millionen Dollar - die Finanzexperten der Wallstreet hatten durchschnittlich mit 431,2 Millionen Dollar hohen Einnahmen gerechnet.

Natsemi-CEO Brian Halla erklärte in einer Stellungnahme, er sehe trotz nahezu gleichbleibender Erlöse wie im Vorjahr signifikante Möglichkeiten, das Ergebnis weiter zu verbessern. Zudem sei sein Unternehmen für ein kommendes Umsatzwachstum gut positioniert. Für das laufende erste Geschäftsquartal erwartet Finanzchef Lewis Chew jedoch gleich hohe oder sogar leicht niedrigere Einnahmen wie im Berichtszeitraum. Dies sei jedoch saisonbedingt, so Chew, in den Anfangsquartalen der vergangenen zehn Jahren habe Natsemi jeweils einen sequenziellen Umsatzrückgang von 2,5 bis 4,5 Prozent verbucht. (mb)