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Ultrasparc IV kommt nächstes Jahr

08.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Noch vor Mitte kommenden Jahres wird Sun Microsystems mit dem "Ultrasparc IV" das nächste größere Update seiner RISC-Prozessorlinie auf den Markt bringen. Dies geht aus internen Roadmaps hervor, die dem "IDG News Service" vorliegen und von Unternehmen teilweise bestätigt wurden. Der neue Chip werde mit Kupferleitern in einem 0,13-Mikron-Prozess gefertigt und zwischen dem ersten und zweiten Quartal kommenden Jahres mit einer Taktfrequenz von 1,2 Gigahertz debütieren.

Zeitgleich soll auch der aktuelle Ultrasparc III, der aktuell meist mit 900 Megahertz oder 1,05 Gigahertz taktet, in diese Geschwindigkeitsbereiche vorstoßen. Die ältere CPU-Familie soll eine Zeitlang parallel mit dem IV angeboten werden und dann allmählich auslaufen.

Weiter sieht die Roadmap vor, dass Anfang 2005 mit dem "Ultrasparc V" eine weitere Generation der Sun-Chips folgt. Diese wird bereits mit Strukturbreiten von 10 Mikron produziert und erreicht damit anfänglich Taktraten von 1,8 Gigahertz und bis zum Ende ihres Lebenszyklus sogar 3 Gigahertz. Noch höhere Geschwindigkeiten sind beim Ultrasparc V laut Product Marketing Director Sue Kunz denkbar, falls Kunden dies wünschen.

Die internen Sun-Dokumente enthüllen ferner, dass die Midrange-Chipfamilie "Ultrasparc IIIi" mit dem Erreichen der 1,4-Gigahertz-Schwelle auf den "Ultrasparc IVi" übergehen soll. Dieser Chip wird dann mindestes 1,6 Gigahertz schnell werden, folgende Generation sollen bis auf 3 Gigahertz takten. Ebenfalls beschleunigt wird demnach das Lowend-Lineup, zu dem gegenwärtig der "Ultrasparc IIe" gehört. Die aktuelle Generation werde 1,1 Gigahertz CPU-Takt erreichen, die folgende 2 Gigahertz und mehr. (tc)