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Ubuntu und Mandriva erneuern Linux-Distributionen

14.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die beiden Linux-Projekte Mandriva und Ubuntu haben neue Versionen ihrer Distributionen herausgebracht. Vom französisch-brasilianischen Zusammenschluss Mandriva (gebildet aus den Unternehmen Mandrakesoft und Conectiva) kommt das Jahres-Release 2006. Der Anbieter hebt als Neuerungen die Unterstützung von drahtloser Datenübertragung wie Intels Centrino-Technik und von Voice over IP hervor. Mandriva 2006 gibt es in den drei Varianten "Discovery/Lx" für Einsteiger (54 Dollar), "Power Pack" für erfahrenere PC-Linux-Anwender (96 Dollar) und "Power Pack+" für Server (239 Dollar).

Kostenlos hingegen ist Ubuntu - und zwar für PC- wie für Server-Umgebungen. Trotz der schrägen Release-Nummer 5.10 handelt es sich um die dritte Hauptversion der in Südafrika initiierten Distribution mit ausgeprägtem sozialen Touch. Diese Variante hat den Beinamen "Breezy Badger" (unbeschwerter Dachs). Das angstlose Tierchen schleppt Neuheiten an wie das "Linux Terminal Server Project", mit denen sich ein Computer so aufsetzen lässt, dass er gemeinsamen Netzzugang und Services für eine Gruppe älterer PCs bieten kann.

Außerdem bringt der Dachs unter anderem die neue Version 2.0 der Bürosuite "OpenOffice" und die aktuelle Benutzeroberfläche "Gnome 2.12" mit. (Wer lieber KDE verwendet, bekommt mit der Variante "Kubuntu" die Version 3.4.3.) Schließlich umfasst Ubuntu einheitliche Treiber für All-in-one-Drucker von Hewlett-Packard sowie Unterstützung für die Dateisysteme Oracle Cluster File System, Version 2, und Red Hats Global File System. Das nächste der alle sechs Monate erscheinenden Ubuntu-Releases hat übrigens den Namen "Dapper Drake" (flinker Drache). (ls)