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Web 2.0 goes Sommerloch

Twitter schickt Blumenkübel um die Welt

06.08.2010
Von pte pte
Ein umgestürzter Blumenkübel gab gestern zeitweise den Ton in der Twitter-Community an.
Der Stein des Anstoßes: Sommerlöchriger "Qualitätsjournalismus" der "Münsterschen Zeitung"...
Der Stein des Anstoßes: Sommerlöchriger "Qualitätsjournalismus" der "Münsterschen Zeitung"...

Im Sekundentakt veröffentlichen Twitter-Nutzer mehr oder weniger sinnfreie Tweets mit dem Hashtag #blumenkübel. Hintergrund: Am Dienstag veröffentlichte die Münstersche Zeitung im Lokalteil einen Bericht über einen zerstörten Blumentopf vor einem Seniorenheim. Die Twitter-Nutzer fanden diese Meldung derart lächerlich, dass sie sich massenhaft ("Meme") darüber lustig machten. So schaffte es der #blumenkübel auf Platz vier der weltweit beliebtesten Twitterthemen.

"Einer der zwei Blumenkübel vor dem Eingang des Altenheimes wurde umgestoßen und lag zerbrochen vor dem Eingang", vermeldete die Lokalzeitung und löste damit einen Web 2.0-Hype sondergleichen aus. Die Lawine an Tweets traten offenbar die beiden Nutzer @Clusto und @ennomane los; anschließend wurden tausende Tweets und Re-Tweets zum Blumenkübel abgesetzt.

Der Hype rund um den informationstechnisch begrenzt wertvollen Zeitungsbericht samt seiner oft nicht minder sinnfreien Tweets ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell im Web 2.0 ein viraler Hype entsteht und sich verbreitet. Nicht nur deutschsprachige, sondern vor allem internationale Twitternutzer wunderten sich über die tendenziell inhaltsleeren Tweets. (pte)