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Striktere API-Richtlinien

Twitter kappt Verbindung zu LinkedIn

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Updates beim 140-Zeichen-Dienst Twitter schlagen jetzt nicht mehr automatisch beim Business-Netzwerk LinkedIn auf.
Auf dem Umweg über ifthisthenthat (ifttt) kann man derzeit noch Tweets weiterhin automatisch bei LinkedIn posten.
Auf dem Umweg über ifthisthenthat (ifttt) kann man derzeit noch Tweets weiterhin automatisch bei LinkedIn posten.

Seit einer Kooperation aus dem Jahr 2009 konnten Twitter-Nutzer ihre Tweets über eine Verbindung mit ihrem LinkedIn-Konto automatisch in die dortigen Updates einfließen lassen. Das funktioniert seit Freitag nicht mehr (wohl aber noch in der umgekehrten Richtung LinkedIn zu Twitter).

Twitter ist offenbar bestrebt, seine Nutzer so eng wie möglich an die eigene Webseite zu binden. Das ist verständlich, denn das Unternehmen hat bislang zur Monetarisierung seines Dienstes einzig Werbung zur Verfügung - und die kann es eben nur auf der eigenen Site platzieren.

Twitter-Mitarbeiter Michael Sippey drohte am Freitag in einem Blogpost dann auch folgerichtig an, Twitter werde in den kommenden Wochen "striktere Richtlinien zur Nutzung der der Twitter-API" veröffentlichen. Dem Nutzer versucht Twitter das über erweiterte Funktionen wie die neuen "expanded Tweets" schmackhaft zu machen; Entwickler dürften aber damit weiter beschränkt werden. Twitter hatte im vergangenen Jahr bereits etliche Mobile-Developer mit der Auflage ausgebootet, keine Client-Apps mehr zu bauen, die im Wesentlichen so wie Twitters eigener Client funktionieren.

Tweets kann man derzeit übrigens noch auf dem Umweg über ifttt wieder als LinkedIn-Updates publizieren - es ist aber gut möglich, dass Twitter diesen Umweg mit seinen neuen API-Richtlinien ebenfalls blockiert.