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Montagsgerücht

Trennt sich Holtzbrinck von StudiVZ?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Einem Pressebericht zufolge könnte der Medienkonzern Holtzbrinck seine Internet-Beteiligung StudiVZ an deren großes US-Vorbild Facebook verkaufen.

"StudiVZ scheint zum Verkauf zu stehen - wenn der Preis stimmt", schreibt die "Wirtschaftswoche" in ihrer heutigen Ausgabe. Das Blatt gehört ebenfalls zu Holtzbrinck. Einem kürzlichen Bericht des "Spiegel" zufolge macht das soziale Netzwerk StudiVZ in diesem Jahr genauso viel Verlust wie Umsatz - zehn Millionen Euro. Im kommenden Jahr will die klickpopuläre Site laut "Wiwo" allerdings bereits eine schwarze Null erreichen und ab 2010 sogar Gewinn erwirtschaften. Wie das funktionieren soll, ist allerdings (wie bei vielen anderen Social Networks auch) ein Rätsel.

Holtzbrinck hatte seine bis dato Minderheitsbeteiligung StudiVZ (samt Ablegern SchuelerVZ und MeinVZ) Anfang des Jahres komplett übernommen und dafür geschätzte 85 Millionen Euro hingeblättert. Ob Facebook (so es denn überhaupt zu einem Deal kommt) diese Summe übertrifft und das Investment damit zu einem lohnenden macht, bleibt vorerst abzuwarten.