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Toshiba vertagt UMTS-Kooperation mit Siemens

27.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Angesichts der rapide abkühlenden UMTS-Euphorie hat der japanische Toshiba-Konzern seine geplante 3G-Entwicklungskooperation mit der Münchner Siemens AG (Computerwoche online berichtete) verschoben. "Der Markt hat sich nicht wie erwartet entwickelt", erklärte Konzernsprecherin Midori Suzuki. Einen definitiven neuen Zeitplan für das im vergangenen November angekündigte Gemeinschaftsprojekt gebe es noch nicht. Die "Nikkan Kogyo Shimbun" hatte zuvor berichtet, Toshiba habe ursprünglich 100 Ingenieure nach Deutschland entsenden wollen. Suzuki gab zu Protokoll, solche Details seien nie finalisiert worden.

Außerdem schraubten die Japaner ihre Handy-Verkaufsprognose für den US-Markt um mehr als die Hälfte zurück. Statt der für das laufende Fiskaljahr (Ende: 31. März 2002) ursprünglich geplanten 5,7 Millionen Mobiltelefone rechnet Toshiba nun nur noch mit 2,8 Millionen in den Vereinigten Staaten abgesetzten Endgeräten.