Web

 

Toshiba übertrifft die eigene Prognose

28.04.2004

Auch Toshiba konnte von der zunehmenden Digitalisierung und steigenden Nachfrage nach Halbleitern profitieren. Der japanische Konzern, weltweit drittgrößter Hersteller von Notebooks, hatte zwar im Ende März abgeschlossenen Fiskaljahr weiter mit Problemen in seiner PC- und TV-Sparte zu kämpfen. Trotzdem konnte das Unternehmen die eigene Prognose übertreffen, unter anderem durch steigenden Bedarf an Flash-Speicher für Digitalkameras und Handys. Toshiba steigerte seinen Nettoprofit gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf 28,82 Milliarden Yen (umgerechnet 265,2 Millionen Dollar), nachdem es zuvor 25 Milliarden Yen avisiert hatte.

Beim operativen Gewinn legte das Unternehmen um 51 Prozent zu auf 174,59 Milliarden Yen. Die Einnahmen sanken zwar im Jahresvergleich um 1,3 Prozent auf 5,58 Billionen Yen, dies resultiert aber vornehmlich aus der Auslagerung von Aktivitäten; beispielsweise wurde die Fertigung von Bildröhren in ein Joint Venture mit Matsushita eingebracht. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Toshiba 30 Milliarden Yen Reingewinn (plus 4,1 Prozent), 190 Milliarden Yen operativen Profit (plus 8,8 Prozent) und 5,8 Billionen Yen Umsatz (plus vier Prozent).

Das Notebook-Geschäft der einst marktführenden Japaner ist in den letzten Jahren durch Wettbewerber wie HP und Dell zunehmend unter Druck geraten. Toshiba will deswegen im Laufe dieses Geschäftsjahres den Fertigungsanteil taiwanischer ODMs (Original Design Manufacturer) auf 50 Prozent erhöhen und die kostenaufwändige Inhouse-Entwicklung zurückschrauben. Analysten und Investoren hatten auf diese Ankündigung positiv reagiert. (tc)