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Toshiba kauft sich aus Flash-Patentklage heraus

15.09.2006
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba zahlt dem US-Speicherchipbauer Micron Technology 288 Millionen Dollar und legt damit einen langwierigen Patentstreit mit Lexar Media bei, das Micron früher in diesem Jahr gekauft hatte.

Lexar hatte Toshiba verklagt, weil es angeblich gegen Patente von Lexar im Breich NAND-Flash verstieß, und versucht, den Import solcher Speicherchips von Toshiba in die USA blockieren zu lassen. Toshiba erwirbt mit seiner Zahlung nun das Recht, bestimmte Patente von Micron und von Lexar zu nutzen, und vermeidet weitere komplizierte Rechtsstreite, die es dabei gebremst hätten, seinen Marktanteil bei NAND-Flash auszubauen.

„Wir schätzen es, dass Micron es den Parteien gestattet hat, gemeinsam alle anhängigen Klagen und Forderungen beizulegen und abschließend zu klären“, sagte Toshiba-President Masahi Muromachi in einer Stellungnahme. Microns Chairman Steve Appleton ließ verlauten, seine Firma habe „den größten Respekt vor Toshiba als ein Innovator der Flash-Technik“ und sehe habe keinen Wert darin gesehen, den Rechtsstreit weiter zu verfolgen. (tc)