Venture Capitalist

Tim Draper ist alleiniger Gewinner der US-Bitcoin-Auktion

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der U.S. Marshal Service hat 30.000 Bitcoins versteigert, die bei der Zerschlagung von Silk Road beschlagnahmt wurden. Und ein einziger Bieter hat das Rennen gemacht.

Den Zuschlag erhielt der bekannte Wagniskapitalgeber Tim Draper, Gründungspartner von Draper Fisher Jurvetson, wie das "Wall Street Journal" berichtet. "Enttarnt" wurde Draper demnach durch einen Blogpost beim Bitcoin-Tauschdienst Vaurum, in den er investiert hat (zusammen mit dem früheren AOL-Chef Steve Case und Battery Ventures). Der USMS hatte gestern mitgeteilt, dass ein einziger Bieter die 30.000 Bitcoins ergattert hatte, allerdings keinen Namen genannt. Verschiedene andere Interessenten hatten seither mitgeteilt, dass sie nicht gewonnen hatten, oder - so wie die Winklevoss-Zwillinge - eine Stellungnahme abgelehnt.

Tim Draper, Gründer und Managing Director von Draper Fisher Jurvetson (DFJ)
Tim Draper, Gründer und Managing Director von Draper Fisher Jurvetson (DFJ)
Foto: DFJ

Wie viel Tim Draper für die Bitcoins berappt hat, kann man allerdings nur spekulieren. Beim Marktpreis der Kunstwährung von 580 Dollar am Tag der Auktion, Freitag vergangener Woche, hätte der Preis um die 17 Millionen Dollar betragen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass Draper deutlich tiefer in die Tasche greifen musste. Was der VC genau vorhat mit seinen Bitcoins, bleibt abzuwarten - bei Vaurum heißt es lediglich, man wolle gemeinsam "Bitcoin-Liquidität in Schwellenmärkten anbieten".