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"The Beeb" setzt verstärkt auf das Internet

27.04.2006
Die größte und bekannteste öffentlich-rechtliche Sendeanstalt der Welt, British Broadcasting Corp. (BBC), will weitere Ressourcen in ihre ohnehin schon nicht kleine Internet-Präsenz stecken.

"The Beeb" betrachtet sich auch nicht länger primär als Anbieter von Fernsehen und Radio. Das 1922 gegründete Unternehmen mit Sitz in London geht mit der Zeit und will auf seiner Website zum Beispiel seinen Nutzern die Möglichkeit anbieten, eigene Weblogs zu führen und dort private Videos und Verweise auf Shows der BBC zu veröffentlichen.

Des Weiteren planen die Briten, einen Wettbewerb für das Redesign ihrer Site auszuloben und von ihren Nutzern eine persönliche Geschichte jedes Tages in den vergangenen 100 Jahren erstellen zu lassen. Außerdem wird man sich bei der BBC künftig seinen ganz persönlichen Internet-Radiosender konfigurieren können (ähnlich wie bei Pandora.com).

Die Bemühungen sind ein weiteres Beispiel dafür, wie traditionelle Medienkonzerne versuchen, sich an die sich verändernden Nutzungsgewohnheiten anzupassen. BBC-Generaldirektor Mark Thompson erklärte, dem Sender habe der Verlust einer ganzen Nutzergeneration gedroht. Die Leute wollten Nachrichten und Unterhaltung eher nach Bedarf ("on demand").

"Es wird ein großer Schock kommen", erklärte Thompson. "Die Grundlagen traditioneller Medien werden fortgerissen und uns über das Broadcasting hinaus bringen." Die BBC solle sich nicht länger als Fernseh- und Radiosender mit ein paar flankierenden neuen Medien ansehen. (tc)