Schwacher Jahresstart

Texas Instruments erhält wieder mehr Aufträge

24.04.2012
Der US-Chiphersteller Texas Instruments (TI) rechnet nach einem Rückgang seiner Verkäufe zu Jahresbeginn mit besseren Geschäften.
TI-Chef Rich Templeton
TI-Chef Rich Templeton
Foto: Texas Instruments

"Wir haben die ersten Wachstumszeichen ausgemacht", erklärte Konzernchef Rich Templeton am Montag am Firmensitz in Dallas. Im ersten Quartal seien die Bestellungen um 13 Prozent nach oben gegangen. Kunden aus aller Welt und aus allen Branchen hätten verstärkt Chips nachgefragt. Die Aktie stieg nachbörslich um knapp vier Prozent.

In den ersten drei Monaten des Jahres machten sich aber noch die Auswirkungen eines schwächeren Elektromarkts bemerkbar. Texas Instruments musste einen Rückgang des Umsatzes um acht Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) verkraften. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 60 Prozent auf unterm Strich 265 Millionen Dollar ein. Allerdings wurde das Ergebnis zusätzlich durch Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Rivalen National Semiconductor belastet.

Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen in Waschmaschinen ebenso zum Einsatz wie in Handys, Fernsehgeräten und Industrieanlagen. Auch in Tabletcomputern wie dem Amazon Kindle Fire stecken Mikroprozessoren von TI. Daher gilt das Unternehmen als Barometer für die gesamte Elektronikbranche. Texas Instruments hatte zu Jahresbeginn die Schließung zweier älterer Werke verkündet. (dpa/tc)