LG LSM-100

Test - Optische Maus-Scanner LG LSM-100

Seit 2002 schreibt Thomas Hartmann als freier Autor Artikel für die Macwelt. Schwerpunkte sind News über aktuelle Mac-Nachrichten und neue Programme sowie Recherchen zu Hintergrundthemen. Gern sieht er sich neuere Bildbearbeitungsprogramme unterhalb der Photoshop-Ebene an und berichtet regelmäßig über Spiele, die auf der Mac-Plattform erscheinen. Auch kleinere Tests von Mac-Programmen gehören zu seinem Repertoire. Dass er auch zu anderen Plattformen eine Affinität hat, zeigt seine frühere Windows-Kolumne auf Macwelt.de. Und um sich auch auf anderen mobilen Betriebssystemen auszukennen, nutzt er neben seinem iPad ein Android-Smartphone.
Die LG-Maus LSM-100 kann Bilder und Dokumente einscannen und unterstützt optische Texterkennung. Wir haben sie getestet.
Foto: LG

Die LG-LSM-100 ist Maus und Scanner in einem. Das Gerät ist vor allem dann von Vorteil, wenn man unterwegs mit dem Macbook schnell ein Dokument einscannen will oder nur selten scannt, sodass sich die Anschaffung eines Flachbrettscanners nicht lohnen würde.

Die optische Auflösung beträgt 1200 dpi und zum Scannen maximal 320 dpi. Für die meisten Ausdrucke ist dies völlig ausreichend. Dazu kommt eine integrierte optische Texterkennung. Wenn Sie die Funktion aktivieren, verwandelt die LG LSM-100 das aufgenommene Dokument direkt nach dem Scannen ohne weitere Aufforderung in einen editierbaren Text.

Ist die Texterkennung aktiviert, findet man im Softwarefenster des Mausscanners ein kleines zusätzliches Symbol, das man einfach in eine Textverarbeitung ziehen kann. Der erkannte Text ist meist sehr gut eingescannt, problematisch wird es allerdings bei mehreren Spalten oder Tabellen.

Scanvorgang

Zum Scannen drückt man einen der beiden Schalter links an der Maus und fährt über das gewünschte Dokument oder Foto. Auf dem Bildschirm erkennt man, welche Bereiche schon aufgenommen worden sind. Das Ganze erinnert an ein Rubbelbild: Je länger man über die entsprechende Fläche streicht, desto mehr wird vom Dokument oder Bild freigegeben. Dies funktioniert grundsätzlich bei kleineren Vorlagen oder auch bei größeren gut, solange der Scanbereich nicht zu nahe am Rand liegt. Ansonsten rutscht der Scanner über die Kante und greift ins Leere.

Treten Wellen oder Unebenheiten auf der Vorlage auf wie etwa bei Büchern, Katalogen oder Zeitschriften, wird der Scannvorgang unterbrochen. Hier schafft das mitgelieferte Mousepad Abhilfe, welches eine Folie bietet, unter die man das Dokument schieben kann. Damit ist allerdings bei DIN-A 5 schon Schluss.

Schwierigkeiten hatten wir beim Scannen von Fotos. Sie sind allgemein zu dunkel und haben eine zu hohe Sättigung, die man aber immerhin vor dem Speichern korrigieren kann. Was wirklich stört, ist das Mauskabel. Hier wäre eine drahtlose Lösung optimal gewesen.

Empfehlung

Der LG Maus-Scanner ist hervorragend geeignet, wenn man nicht sehr häufig scannt und vorzugsweise kleinere Dokumente und Texte verwendet. Dann ist auch die automatische Texterkennung (OCR) sehr willkommen. Für Fotos und nicht optimale Vorlagen empfehlen wir nach wie vor einen Flachbettscanner.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation Macwelt.