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Tenovis schmiedet IPO-Pläne

02.04.2004

Der Frankfurter TK-Ausrüster Tenovis will womöglich noch im laufenden Jahr sein Glück an der Börse versuchen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte der "Financial Times Deutschland", die Möglichkeit eines Börsengangs "geprüft". Ein Zeitplan liege jedoch noch nicht vor. Wie die Wirtschaftzeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise weiter berichtet, hat der neue Finanzvorstand von Tenovis, Christoph Schmidt-Wolf, bereits eine Arbeitsgruppe für das Going Public zusammengestellt. Dieses bereite sich darauf vor, Quartalsberichte zu erstellen und die Arbeit einer Abteilung für Investor Relations zu übernehmen, Laut Eintragung im Handelsregister plane Tenovis zudem, die Rechtsform des Unternehmen von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Bislangsei die Umwandlung aber noch nicht vollzogen, so die Konzernsprecherin,.

Tenovis ist die frühere Telefonanlagen-Sparte von Bosch und gehört seit 2000 der US-Investmentgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR). 2003 erwirtschaftete das Unternehmen nach Insider-Angaben einen Umsatz von knapp 900 Millionen Euro. Der operative Gewinn habe mehr als 50 Millionen Euro betragen.

Dem Pressebericht zufolge hält sich der Investor KKR neben dem Börsengang aber auch einen Verkauf von Tenovis offen. Hintergrund seien die hohen Kosten für ein IPO (Initial Public Offering). (mb)