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Teles gegen den Rest der Welt

18.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berliner Teles AG will künftig auch außerhalb Deutschlands Hersteller von VoIP-Geräten (Voice over IP) wegen Patentverletzung veklagen. Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde ihm nun auch in den USA ein Patent für sichere VoIP-Telefonie erteilt. Dabei handelt es sich laut Teles um ein "leicht modifiziertes Analogon" zu den deutschen und europäischen "Intrastar"-Patenten. Der TK-Dienstleister sieht damit die Grundlage geschaffen, die Patentrechtsklagen gegen Quintum und Cisco auf ganz Europa und später auch die USA auszudehnen. Insgesamt kündigte Teles an, mehr als ein Dutzend illustrer Unternehmen wegen Patentverletzung vor den Kadi zu zerren.

Teles nimmt für sich in Anspruch, als erster Hersteller ein Verfahren für den automatischen Rückgriff von der rein paketvermittelnden Internet-Telefonie auf die rein leitungsvermittelnde Festnetztechnik erfunden und geschützt zu haben. Das Patent sieht Teles allerdings auch durch Systeme verletzt, die ein Telefonat bei Abreißen einer VoIP-Sitzung auf das herkömmliche Telefonnetz zurückschalten. Dazu zählen nach Meinung der Berliner auch die Geräte von AVM, Quintum und Cisco. Entsprechende Klagen von Teles hatten bislang jedoch wenig Erfolg. (mb)