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Telekom und ver.di setzen Verhandlungen über Konzernumbau fort

03.04.2007
Die Deutsche Telekom und ver.di haben am Dienstag ihre Verhandlungen über die geplante Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern fortgesetzt.

Die Gespräche sollten voraussichtlich bis spät in die Nacht laufen und am Mittwoch fortgesetzt werden, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Dienstag in Siegburg auf Anfrage. Im Mittelpunkt der zweiten Verhandlungsrunde steht eine Absenkung der Löhne für Berufsanfänger bei der geplanten Geschäftseinheit T-Service auf 20.000 Euro im Jahr. Bislang liegen diese bei 30.000 bis 34.000 Euro.

Ein Sprecher der Telekom bezeichnete den bisherigen Gesprächsverlauf als "konstruktiv". Mit einer Einigung wird allerdings nicht gerechnet, da die Parteien mit ihren Positionen weit auseinander liegen. So bezeichnet ver.di die geplante Lohnkürzung bei Berufseinsteigern als "nicht akzeptabel". In Magdeburg demonstrierten rund 300 Telekom-Beschäftigte gegen die Sparpläne des Konzerns.

Der Bonner Konzern will mit der Auslagerung der Mitarbeiter in eigene Gesellschaften unter dem Namen T-Service die Kosten senken und die Servicequalität verbessern. Geplant sind neben Einschnitten bei den Löhnen eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von derzeit 34 Stunden auf mindestens 38 Stunden. Ver.di lehnt die Pläne ab und droht mit Streik. Die Vorbereitungen dafür sind nach Angaben der Gewerkschaft bereits angelaufen.

Nach Angaben von Karl-Gerhard Eick, Finanz- und Personalvorstand der Telekom, sollen die Verhandlungen im April abgeschlossen werden, damit T-Service zum 1. Juli starten kann. Sollte keine Einigung mit ver.di erzielt werden, hat Eick einen Alleingang der Telekom nicht ausgeschlossen. T-Service würde dann ohne die Zustimmung der Arbeitnehmer gegründet. Der Telekom-Sprecher beteuerte, dass der Konzern optimistisch in die Verhandlungen gehe. Das Vorgehen begründete Eick mit der wirtschaftlich schwierigen Lage des Unternehmens. In vielen Bereichen seien die Kosten der Telekom deutlich höher als bei der Konkurrenz, die mit günstigen Preisen dem Marktführer Kunden abnimmt. (dpa/tc)