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Nur noch SSL

Telekom-Kunden droht am 1. April ein E-Mail-Chaos

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die E-Mail-Server der Deutschen Telekom akzeptieren ab dem 1. April 2014 nur noch SSL-verschlüsselte Verbindungen. Damit ist ein Chaos vorprogrammiert.

Das weiß auch der Bonner Konzern, sonst würde er nicht jetzt schon entsprechende Warnungen verbreiten. E-Mail-Adressen @t-online.de finden sich (ohne Telekom-Kunden in irgendeiner Weise zu nahe treten zu wollen, Anm. d. Red.) doch recht häufig bei weniger technikaffinen Computernutzern - zum Beispiel Eltern, denen die PC-erfahreneren Kinder das E-Mail-Programm eingerichtet haben. Und genau da liegt auch das Problem, denn nun müssen die Einstellungen im E-Mail-Programm gegebenenfalls so geändert werden, dass die Software nur noch verschlüsselt kommuniziert.

Wer seine Telekom-E-Mails im Browser bearbeitet, muss nichts unternehmen.
Wer seine Telekom-E-Mails im Browser bearbeitet, muss nichts unternehmen.

Telekom-Kunden, die den Webmailer unter https://email.t-online.de verwenden, sind fein raus und brauchen sich um nichts zu kümmern. In E-Mail-Programmen auf PC, Mac, Tablet oder Smartphone muss die SSL-Verschlüsselung aber eingeschaltet werden, damit man damit auch nach dem Stichtag 31. März 2014 noch E-Mails empfangen oder verschicken kann.

Ein Assistent zeigt, wie man im Mail-Programm die SSL-Verschlüsselung einschaltet
Ein Assistent zeigt, wie man im Mail-Programm die SSL-Verschlüsselung einschaltet

Die Telekom hat dazu Schritt-für-Schritt-Anleitungen ins Netz gestellt unter www.t-online.de/verschluesselung. Für E-Mail-Kunden der Telekom empfiehlt es sich, die entsprechenden Einstellungen jetzt schon zu prüfen respektive zu ändern, damit die E-Mail-Kommunikation ab dem 1. April 2014 reibungslos weiterläuft.