Verschuldung sinkt

Telefonica bestätigt nach solidem Quartal Prognose

07.11.2012
Die spanische Telefongesellschaft Telefonica hat in den ersten neun Monaten dank starker Geschäfte in Lateinamerika und mit dem mobilen Internet über Smartphones oder Laptops solide Ergebnisse verzeichnet.
Konzernzentrale von Telefonica in Madrid
Konzernzentrale von Telefonica in Madrid
Foto: Telefonica

Zudem bekräftigte das Unternehmen seine Jahresziele. Der Umsatz hielt sich mit einem Rückgang um 0,3 Prozent auf 46,5 Milliarden Euro nahezu stabil. Einbrüche im Heimatmarkt konnte Telefonica in Lateinamerika und mit dem mobilen Internet wettmachen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Madrid mit (PDF-Link). Auch die deutsche Tochter, die Telefonica vorige Woche an die Börse gebracht hatte, verzeichnete Zuwächse bei Umsatz und Gewinn.

Der operative Gewinn von Telefonica erhöhte sich um elf Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Unterm Strich verdienten die Spanier 3,46 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es 2,73 Milliarden Euro gewesen. Insgesamt erfüllte Telefonica die Erwartungen am Markt. Der positive Trend des zweiten Quartals habe sich im dritten fortgesetzt, sagte Unternehmenschef Cesar Alierta. Als besonderen Verdienst rechnet er sich die Senkung der Nettoverschuldung um 2,3 Milliarden Euro auf 56 Milliarden Euro an.

Für dieses Jahr stellt Telefonica einen Umsatz oberhalb des Vorjahreswertes von 62,84 Milliarden Euro in Aussicht. Für die operative Marge peilt das Unternehmen einen geringeren Rückgang als die 2,1 Prozentpunkte des Vorjahres an.

In Europa lief es besonders in Deutschland und Großbritannien gut. In Deutschland setzt Telefonica ganz auf das mobile Internet. 19 von 20 verkauften Handy sind Smartphones. Das geht zwar zu Beginn mit einer teuren Subventionierung der Geräte einher, zieht aber zwei Jahre meist starker und lukrativer Datennutzung nach sich. Auf dem spanischen Heimatmarkt hinterläßt die hohe Verschuldung der Verbraucher sichtbare Spuren. Der Umsatz schrumpfte um 13 Prozent auf 11,36 Milliarden Euro. In sämtlichen Segmenten gaben Nutzer weniger für das Telefonieren aus. (dpa/tc)