Handover nach UMTS

Telefónica erzielt "technischen Durchbruch" bei LTE-Telefonie

07.02.2013
Der Telekommunikationskonzern Telefónica hat in Deutschland nach eigenen Angaben einen technischen Durchbruch im Mobilfunknetz der vierten Generation erzielt.
René Schuster, Deutschlandchef von Telefónica
René Schuster, Deutschlandchef von Telefónica
Foto: Telefonica

Als weltweite Premiere habe man Telefongespräche ohne Unterbrechung aus dem LTE-Netz in das UMTS-Netz übergeben. "Das ist so, als würde man beim Musikhören den MP3-Player mitten im Song austauschen, ohne dass man eine Unterbrechung hört", sagte ein Telefónica-Sprecher. Bislang werden Telefonate, die über LTE geführt werden, unterbrochen, wenn das Mobiltelefon keine LTE-Verbindung mehr hat und auf ältere Standards wie GSM oder UMTS zurückschaltet.

Wegen der Verbindungsprobleme wurde die vierte Mobilfunkgeneration LTE bislang kaum für Sprachtelefonie ("Voice over LTE") genutzt, sondern vor allem für schnelle Datenverbindungen. Dabei ermöglicht LTE beim Telefonieren kürzere Rufaufbauzeiten und eine Absenkung des Stromverbrauchs auf dem Handy. Nun habe man unter "Realbedingungen eines echten Mobilfunknetzes" die technische Übergabe von laufenden Telefonaten von LTE in andere Netze erfolgreich getestet. Dabei seien Komponenten von verschiedenen Lieferanten verwendet worden.

Der Mobilfunkstandard LTE wird in Deutschland in den Netzen der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) angeboten. René Schuster, Chef der Telefónica Deutschland, sagte, mit dem neuen Übergabe-Verfahren ("Handover") würden seine Kunden "die höchstmögliche Tonqualität und Zuverlässigkeit für ihre Telefonate mit LTE-Smartphones bekommen". (dpa/tc)

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